Freitag, 11. Januar 2013

Zehn Gründe, warum ein Unternehmen kein Social Media braucht

Tut mir leid, Future Man.
Social Media Talk hat eine schöne Liste veröffentlicht, die weniger zehn Gründe als zehn Ausreden angibt, die ein Unternehmen gegen Social Media vorbringt.
Natürlich ist Social Media kein Heilsbringer, aber dagegen sperren kann man sich inzwischen auch nicht mehr. Es ist Teil der Kommunikationskultur geworden und sollte als solches auch akzeptiert werden. Aber Unternehmen bringen u.a. folgende Gründe dagegen auf:

1. Keine Zeit für Social Media

Das Tagesgeschäft geht vor. Ist doch klar, denn mit einem Facebook Posting oder einem Tweet auf Twitter kann man nicht so viel verkaufen. Abgesehen davon klingelt das Telefon die ganze Zeit und die E-Mails müssen schließlich auch noch bearbeitet werden.

2. Sie haben nichts zu besprechen

Ihre Unternehmenskommunikation ist Top-Down. Alles was Sie im Unternehmen sagen, wird genauso weitergegeben und umgesetzt. Diskussionen finden nicht statt, denn Sie sind der Steuermann und legen den Kurs schließlich ganz alleine fest. Kundenmeinungen werden ebenfalls nicht gewünscht. Die Kundenkennen sich sowieso nicht so gut mit den Produkten und Dienstleistungen aus wie Sie selbst.

3. Homepage oder Onlineshop sind nicht zeitgemäß

Menschen die im Social Web erreicht werden, finden in vielen Fällen den Weg zur Unternehmenswebseite oder dem Onlineshop. Da die Modernisierung der Webseite oder des Onlineshop sowieso schon lange auf Ihrer To-Do Liste stehen, hat es gar keinen Sinn, die Menschen vorher da hin zu leiten. Was sollen die denn für einen Eindruck kriegen?

4. Social Media ist was für Lehrlinge oder Praktikanten

Diese neumodischen Sachen sind doch ideal für Lehrlinge. Die kennen sich schließlich damit aus. Da Sie keinen Ausbildungsbetrieb haben, fehlt Ihnen auch der Lehrling, der die Kommunikation Ihres Unternehmens in die Hand nehmen könnte.

5. Sie kennen Ihre Zielgruppe nicht

Seit Jahren kommen die gleichen Kunden in Ihr Unternehmen und kaufen Ihre Waren und Dienstleistungen. Deswegen ist es auch nicht nötig herauszufinden, wer diese Kunden sind, was sie wollen und wie man diese gezielt ansprechen könnte. Auch wenn es mehr Kunden sein könnten, Sie sind im Großen und Ganzen zufrieden.

6. Sie haben keine definierten Unternehmensziele

Die Rechnungen können bezahlt werden, bei der Hausbank ist das Unternehmen kreditwürdig. Es reicht auch problemlos für eine Überweisung auf Ihr Privatkonto am Monatsende. Welche Ziele sollten Sie denn noch haben? Und was sollen diese Social Media Kanäle damit zu haben?

7. Sie wollen nur verkaufen

Was interessiert Sie denn das Geschwätz auf den neuen Kanälen? Das hat doch in den seltensten Fällen was mit verkaufen zu tun. Verkaufen ist das Maß aller Dinge – alles andere ist uninteressant.

8. Das haben Sie gar nicht nötig

Was soll ich bloß meinen Kunden und Bekannten sagen, warum ich das mache? Mich da zum Clown zu machen um irgendwas über das Unternehmen zu erzählen? Nein, das haben Sie wirklich nicht nötig.

9. Wen interessiert das schon

Wer soll das eigentlich lesen, wenn da was über das Unternehmen, den Produkten oder gar unseren Mitarbeiter steht? Das interessiert doch niemand, höchstens den Konkurrenten. Die Kunden interessiert doch nur der Preis, der Rest ist uninteressant.

10. Kritik ist beleidigend und muss gelöscht werden

Wer soll sich bloß darum kümmern, die ganzen Meckereien zu löschen? Soviel Zeit hat doch niemand. Es ist ja bekannt, dass die Leute die nichts zu tun haben, den ganzen Tag auf Facebook rumsurfen und überall nur rummaulen. Wie sieht das denn aus, wenn auf der Seite rumgemeckert würde?