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Donnerstag, 20. August 2015

Adios, Hola! Warum man Hola Better Internet sofort löschen sollte und welche Proxy-Alternativen es gibt.

Es gibt verschiedene Unblock- oder Proxy-Software da draußen. Hola ist ein bekanntes, aber gefährliches Addon, welches sich als einfacher Proxy tarnt, aber im Grund ein primitives Botnet aufbaut - so berichtet adios-hola.org und bietet ein Webtool zum Scannen und einen Guide zum Entfernen der Software.
Aus eigener Erfahrung kann ich Adios Hola empfehlen und von der Nutzung von Hola nur abraten!

Wozu sind Proxys gut?

Proxy-Software ist dazu da, Länderkennungen zu umgehen. Viele Websites aus den USA (Netflix, Hulu etc.) oder UK (BBC iPlayer etc.) verhindern das Anschauen ihrer Inhalte außerhalb der Länder. Außerdem gibt es viele Staaten - China, Nordkorea, Syrien oder (immer mal wieder) die Türkei -, welche ihren Bürgern keinen Zugriff auf bestimmte Websites wie YouTube oder Twitter geben.

Außerdem möchte man als Nutzer gelegentlich auch schlicht unerkannt im Netz sein und nicht jeder Website mitteilen, mit welcher IP-Adresse, Herkunft und Bildschirmauflösung(!) man unterwegs ist. Das ist für Journalisten, Blogger oder auch normale Urlauber in o.g. Ländern wichtig und kann die nötige Motivation geben, sich mit Proxys zu beschäftigen.

Software-Alternativen zu Hola

Es gibt eine Auswahl guter Proxys, mit denen man Beschränkungen umgehen kann:
 Es gibt noch viele weitere, doch diese werden recht wohlwollend erwähnt.

Montag, 22. Juni 2015

Neue Hashtag-Kampagnen: Nach der #CharlieCharlieChallenge kommt die #BellyButtonChallenge und Sri Lanka steht jetzt auf #Polfies

Ich gewinne den Eindruck, dass Hashtags in letzter Zeit wieder zunehmen. Hier drei dämliche, interessant und kuriose Beispiele:

#CharlieCharlieChallenge Basiert auf mexikanischem Aberglauben. Man platziere zwei Bleistifte übereinander und auf einem Blatt Papier. In die Ecken wird Ja oder Nein geschrieben. Danach solle man mit einigen Sätzen den Geist, Charlie, beschwören. Ob's klappt?

#BellyButtonChallenge 
Nach #TheDress Anfang des Jahres nehmen absolut dämliche Challenges Fahrt auf. Das Ziel ist, mit dem Arm um den ganzen Körper zu fassen und den eigenen Bauchnabel berühren zu können. Einer dubiosen Studie zufolge soll das der Beweis für einen gesunden Körper sein. Die Challenge ist in China sehr populär und weitet sich gerade aus. Viele Meinungen sind aber sehr negativ, speziell wegen des falschen Körperideals, das hier vermittelt wird. Ich find's einfach schwachsinnig, um ehrlich zu sein.

#Polfie
In Sri Lanka hat das Selfie eine neue Form angenommen: Bekommt man einen Strafzettel fotografiert man sich und den Polizisten. Die Behörden finden die Sache aufgrund des dokumentativen Charakters sehr gut, aber man fürchtet auch, dass manche Leute sich absichtlich von der Polizei erwischen lassen für ein paar mehr Likes. Bislang gibt es aber noch keine Angaben über unverhältnismäßige Mehrarbeit für die Polizisten.

Kommentar

Das waren ein paar Kampagnen, über die ich gestolpert bin. Mehr zu Dokumentationszwecken sind sie hier gelistet, denn ich selbst sehe in keiner einen wirklichen Gewinn. Als Marketing-Abteilung oder -Berater kann man sie dennoch kreativ nutzen, denn es sind viel diskutierte Inhalte.

Was meint ihr und findet ihr eine der Kampagnen eine tolle Idee?

Dienstag, 31. März 2015

Botwall errichten: So begegnet man Spambots

Gleichzeitig stattfindende Cyberangriffe weltweit.
UPDATE:

Zwischenzeitlich hat sich Bastian Karweg von Echobot unter diesem Beitrag gemeldet und eine Überprüfung versprochen.
Ich befürworte es, wenn betroffene Unternehmen auf solche Beiträge reagieren. Inzwischen sind die Zugriffe auf meinen Blog auch wieder auf erwartbare Werte zurückgegangen.

ORIGINALMELDUNG:

Seit einigen Tagen erklimmt mein Besucherzähler sensationelle Höhen - doch leider registriert der Counter einen Spambotmissbrauch. In diesem Fall ist die Quelle Echobot.de - ein kleines Karlsruher Unternehmen, über das kontrovers diskutiert wird. Einerseits wird ihm unterstellt, sich bei großen Verlagshäusern billig derer Artikel zu bedienen; andererseits gibt es auch eifrige Verteidiger des Dienstes.
Was auch immer zutrifft, ich werde jedenfalls via http://admintool.echobot.de/audit-sites/ seit einigen Tagen mit unnatürlichen Zugriffen überzogen. Bei meiner Recherche bin ich auf ein paar gute Praktiken gestoßen, sich gegen solche Angriffe zu wehren.

Codeschnipsel in die .htaccess-Datei einfügen

Der einfachste Trick ist, den Zugriff auf meine Website zu sperren. Den folgenden Codeschnipsel muss man einfach nur in die eigene htaccess-Datei im Server packen - am besten ganz oben und mit Leerzeilen vom restlichen Code getrennt.
    order allow,deny
    deny from ".echobot.de"
    allow from all

Zum Testen kann man die eigene IP-Adresse ermitteln und bei deny from einfügen, danach dann wieder entfernen.
Weitere Links:

Freitag, 30. Mai 2014

Schrift|Architekt: Von fraktalen Fonts, serifen Schriften und dem Grotesken

Ein Font ist nicht die Grundlage einer Suppe, denn das wäre ein Fond. Dennoch gibt es heute einen Grundlagenartikel, der sich mit soliden und grundständigen Sachen beschäftigt und meiner selbstgewählten Berufsbezeichnung Schrift-Architekt endlich einmal gerecht wird: Schriftgruppen, Fonts und Grapheme.

Etwas Fachvokabular zum Angeben

Zunächst ein kleiner Ausflug in die Linguistik: Jede Wissenschaft hat ihren Fachwortschatz, so auch die Linguisten. In der gesprochenen Sprache dreht sich alles um Phone und Phoneme. In der geschrieben Sprache sind dies Graph und Graphem.

Graph: kleinste analysierbare Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: ein Zeichen (in anderen Sprachkulturen wie der chinesischen die kleinsten Sinneinheiten des Schriftsystems)
Graphem: kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: auch ein Buchstabe

Hier wird's kniffelig. Das Graphem <s> kann durch die Graphen <S>, <s> oder <ß> ausgedrückt werden. Die Graphen sind die reinen Zeichen in einer geschriebenen Sprache. Diese Zeichen müssen nicht immer Sinn ergeben. Wir haben auch Graphe wie <%>, <&>, <§> oder <ß>

Schriftgruppen

Grundsätzlich lassen sich fünf verschiedene Hauptgruppen unterscheiden:
1. Fraktur
2. Antiqua/Serif
3. Grotesk
4. Schreibschriften
5. Novelty-Varianten

Kontraste werden erzielt bei der Verwendung von Schriften unterschiedlicher Schriftgruppen. Alle Schriften setzen sich aus dem Font zusammen, d.h. der Gesamtheit aller Buchstaben des Alphabets, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen.

Montag, 7. April 2014

Video: A Game of Social Thrones

Die Macher des bekannten Social-Media-Management-Tools HootSuite haben sich einen cleveren Werbegag einfallen lassen: Sie haben das Intro der bekannten HBO-Serie Game of Thrones mit sozialen Netzwerken nachgestellt:


Montag, 31. März 2014

Sex für Dänemark: Reiseveranstalter startet Online-Kampagne für Bevölkerungswachstum

Nicht nur Deutschland hat mit fallenden Geburtenraten zu kämpfen: Auch in Dänemark sinkt die Zahl der Kinder in den letzten Jahrzehnten dauerhaft. Betroffen davon sind Politik und natürlich das Rentensystem. Niemand hat bislang eine Lösung für das Problem finden können. Doch der dänische Reisenanbieter Spies Travel startete vor kurzem eine witzige Online-Kampagne: Do it for Denmark.
Die Aktion wird von einem Videotrailer begleitet:


Der Aufruf ist mit einer Aktion verbunden: Zeugt bei einer Städtereise Nachwuchs und wenn ihr es beweisen könnt, schenkt euch Spies Travel drei Jahre Baby-Zubehör wie Windeln und einen familienfreundlichen Urlaub.

Mein Kommentar

Das Bevölkerungsproblem wird es nicht lösen, aber eine witzige Idee ist es allemal. Es passt ins Konzept eines Reiseveranstalters und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Paris oder Amsterdam sehr schöne und romantische Städte sind. Und dass die im Video erwähnten erhöhten Prozente stimmen ... ;)

Montag, 17. März 2014

Infografik: Wie man seine Domain Authority erhöht

Rohit Palit und techtage.com haben sich zusammengetan, um diese tolle Infografik zu präsentieren, wie man die Domain Authority einer Website erhöhen kann. Mit anderen Worten: Wie wird eure Seite bedeutender, leichter gefunden und generiert mehr Wert für euch:

Increasing Domain Authority
Courtesy of: TechTage

Sonntag, 2. März 2014

Delete: HQ-Video-Profession-1.3

Als ich kürzlich meinen Computer komplett neu aufsetzen musste stieß ich beim Installationsmarathon u.a. auf HQ-Video-Profession, das sich als Video-Optimierungs-Programm ausgibt. 

HQ-Video-Profession-1.3 zerstört euren Rechner!

Leider hat es sich als Malware herausgestellt, das meinen Rechner zwar nicht zerstört, so doch aber ziemlich vollgemüllt hat mit allerlei Werbeeinblendungen. Ich hatte plötzlich Google-Anzeigen bei meiner lokalen Bücherei usw. Das Entfernen erwies sich als ähnlich mistig. CCleaner oder die klassische Deinstallation über die Systemsteuerung halfen nichts. Schlussendlich musste ich jede einzelne Datei löschen.

Also Vorsicht! Dieses Programm installiert sich automatisch neu, nistet sich in allen installierten Browsern ein und spamt euch bei jedem Besuch zu.

Montag, 14. Oktober 2013

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte urteilt: Portalbetreiber sind für Kommentare ihrer Nutzer verantwortlich

Der EGMR in Straßburg. (c)CherryX/commons.wikimedia.org
Es geht zwar vorrangig um beleidigende Inhalte, aber der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem Urteil weitgehend einem Gericht in Estland zugestimmt.
Dieses hatte in einem konkreten Fall entschieden, dass ein Website-Betreiber die Kommentar-Inhalte seiner Nutzer ggf. mitzuverantworten hat, wenn diese grob beleidigend sind.

Demnach ist ein Portal nicht nur ein passiver Betreiber. Bei den Kommentaren und Inhalten dürfe man sich auch nicht auf das Recht der freien Meinungsäußerung verlassen, wenn ebenjene Kommentare grob verletzend und im angesprochenen Fall auch drohenden Charakters seien.
Inwieweit dieses Urteil sich auf die deutsche Rechtssprechung auswirken wird, ist momentan noch unklar.

Mein Kommentar

Als Site-Betreiber sollte man generell eine Netikette aufstellen und darauf achten, was so alles kommentiert wird. 
Und: Viel Spaß bei YouTube-Kommentaren!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Urteil vom AG Köln: AGB dürfen nicht kopiert werden!

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden einmal mehr von der deutschen Gerichtsbarkeit bestätigt. Im Urteil vom 8. August 2013 (Az. 137 C 568/12) hat das Amtsgericht Köln erneut befunden, dass es nicht zulässig ist, die AGB anderer Unternehmen für eigene Zwecke zu kopieren oder zu verwenden.

Mein Kommentar:

Die AGB (die Schreibweise AGBs in jeglicher Variante ist falsch, Anm.) sind geistiges Eigentum. Sie sind die Netikette für eine Website, ein Forum oder eine andere digitale Präsenz und sind für genau diese Präsenz geschrieben worden. Es ist einerseits sinnlos, sowas für eine andere Seite anwenden zu wollen und zum anderen, wie erneut bestätigt, auch rechtswidrig.
Ich kann natürlich den Drang verstehen, einfach Copy & Paste zu betreiben. Das spart enorm viel Zeit, aber warum kopieren? Es gibt sogar AGB-Generatoren online, die genutzt werden dürfen.


Lieber ein paar Stunden hinsetzen und etwas schreiben anstatt Abmahnungen zu riskieren, unnötig lange Prozesse und Anwaltskosten, die ein Vielfaches dessen darstellen, was man für die AGB aufgewandt hat. Natürlich kann man sich inhaltlich inspirieren lassen, aber das ist das Stichwort: Inspirieren!

Falls jemand Hilfe braucht, biete ich demnächst übrigens einen eigenen Kurs zum Onlinerecht an. Ich informiere euch zeitnah! :)

Sonntag, 29. September 2013

1+ Milliarden Nutzer: Facebook und Google+

Zurzeit kursiert eine Infografik, die die absoluten Nutzerzahlen diverser sozialer Netzwerke aufzeigt, neben dem Marktführer Facebook wären das Tumblr, Instagram, Twitter, Pinterest und auch Google+, welches mit über 1 Milliarde Nutzer überrascht:

Social Media User Stats: Number of Registered Users as of Sept. 2013 (c)

Doch die Statistik ist nur im ersten Moment beeindruckend. Denn hier werden keine aktiven Nutzerzahlen angegeben, sondern Nutzer insgesamt. Jeder mit einem registrierten Account - Tausende und Millionen von Karteileichen inklusive. Wo Facebook mit über 1 Milliarde aktiver Nutzer (mindestens 1x monatlich) sehr nah an den totalen Nutzern ist, weist gerade Google+ hier eine ziemliche Spanne auf. Mit über 1 Milliarde registrierte Nutzer schwankt die Zahl aktiver Nutzer je nach Statistik zwischen knapp unter 200 und 400 Millionen.
Dazu kommt noch, dass man automatisch ein Profil bei Google+ bekommt sobald man irgendeinen Googledienst nutzt. Google Drive, Gmail, YouTube, den Kalender, Google Play und so weiter.

Die Moral: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. 

Siehe auch: Futurebiz.de

Dienstag, 24. September 2013

Crowdfunding für "Mailbox Germany" bei Visionbakery.com

Zurzeit werkelt mein Klient Vireo.de an einer neuen Unternehmensidee, die ich euch heute kurz vorstellen möchte:

mailboy germany
Hermann Hetzer ist nicht nur Chef von Vireo, sondern Gründer aus Leidenschaft. Deswegen verwundert es nicht, dass er sich mal wieder was ausgedacht hat.
Das neue geistige Kind heißt Mailbox Germany und bedeutet, dass man sich nun um eure internationalen Pakete kümmert. Wie gewohnt natürlich ökologisch, nachhaltig und CO2-neutral verschickt! Ihr bestellt in Deutschland, aber wohnt dort nicht? Dafür haben wir Mailbox Germany gegründet, um diese Lücke zu schließen.

Mehr erfahrt ihr hier:

Der unzustellbare Schuh. Das wird's dann nicht mehr geben. Unterstützt Mailbox Germany bei Visionbakery.com und bekommt je nach Höhe eures Bakings ein Fairness- oder Umweltpaket bis hin zum großen Dankeschön: einer Führung durch unsere Firma, Gesprächen mit allen Mitarbeitern sowie Tipps und Tricks, die uns seit der Gründung begleitet haben.
Außerdem legen wir 2.500 Sendungen von Vireo oder Mailbox Germany deine Werbematerialien bei. So erreichst du eine große Anzahl von Kunden. Weltweit.
Unterstützt Mailbox Germany und klickt hier. Wir sehen uns im nächsten Fenster.

UPDATE:

Das Crowdfunding bei Visionbakery wurde zwar eingestellt, aber ihr könnt weiter unterstützen. Demnächst geht es auf einer anderen Plattform erneut los. Ich informiere euch rechtzeitig! :)

Montag, 16. September 2013

Facebook: Erstmals offizielle Nutzerdaten für Deutschland

Wie allfacebook.de meldet, hat sich Facebook Deutschland zum ersten Mal offiziell mit Nutzerzahlen für Deutschland gemeldet, die hier in einer übersichtlichen Infografik zusammengefasst sind:

Reichweite auf Facebook für den deutschen Raum
Besonders die eingebauten Vergleiche sind sehr schön gemacht. Mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland besuchen Facebook mindestens einmal im Monat - das ist mehr als die Hälfte aller deutschen Internetnutzer. Von den Smartphonenutzern besuchen monatlich über 19 Millionen Facebook - was 65 Prozent der deutschen Smatphonenutzer bedeutet.

Donnerstag, 5. September 2013

Das neue Leistungsschutzrecht in Deutschland - und was das bedeutet

Das Reichstagsgebäude bei Nacht.
(c)commons.wikimedia.org
Viel Gutes konnte hieraus nicht entstehen, doch jetzt ist es verabschiedet: Das umständlich fomulierte Gesetz über das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (siehe hier). 
Seit dem 1. August 2013 in Kraft bedeutet es einen tiefen Einschnitt in die freie Berichterstattung. Im Vorfeld hatten Unternehmen wie Google eigene Kampagnen gestartet, um die Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. Doch das grandiose Scheitern solcher Vorhaben trotz großer Rückhalte in der Netzgemeinde ist nicht einmal das Schlimmste. 

Dieses neue Gesetz ist derart löchrig und unschlüssig formuliert, dass die Bundesregierung selbst die ersten Klagen und Gerichtsverhandlungen abwartet, die Klarheiten bringen sollen, was denn nun eigentlich noch erlaubt ist.

Im Kern besagt das neue Leistungsschutzrecht konkret, dass man beispielsweise aus dem Buch eines Autors so viel zitieren darf, wie man will, so lange man angibt, woher die Quelle stammt. Das gilt für den Printbereich und betrifft sowohl Zeitungen als auch Nachrichtenportale. 
Im Internet verhält es sich grundlegend anders! Dort dürfte man aus ebenjener Quelle nicht zitieren - selbst wenn es derselbe Text, den man woanders gemeinfrei finden würde. Die Zeitung dürfte dem Betreffenden dann eine Rechnung schreiben - oder ihn rundherum verklagen wegen Diebstahl geistigen Eigentums.

Google war einer der großen Gegner dieses Gesetzes, doch seine Petition half nichts. Das Unternehmen schrieb kurz vor Inkraftreten deswegen die großen deutschen Verlagshäuser an und teilte mit, dass man gemäß des Gesetzes alle Nachrichtenstreams entfernen werde, falls man nicht eine kostenlose freiwillige Nuzung durch Google erlaube. Die Unternehmen willigten sämlichst ein.
Somit müssen viele kleine News-Aggregatoren dicht machen und der Platzhirsch Google hat seine Marktposition sogar noch stärken können. Das war nicht im Sinne der Erfinder.

Was meint ihr zu dieser neuen Rechtssituation, wie sie von der aktuellen Bundesregierung verabschiedet wurde?

Freitag, 30. August 2013

Whistleblower-Preis: Edward Snowden ausgezeichnet

Seit 1999 vergeben alle zwei Jahre die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und die International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA) zusammen mit Transparency International den Whistleblower-Preis.
In diesem Jahr wurde Edward Snowden für seine Veröffentlichung bezüglich der Überwachungs- und Spionage-Affäre um den US-Geheimdienst NSA und die Spähprogramme PRISM und Tempora ausgezeichnet.

In der Tagesschau der ARD wurde hierzu der Cheforganisator des Preises interviewt. Sehr aufschlussreich:

Donnerstag, 29. August 2013

Facebook-Trojaner erobert hunderttausende Accounts!

Wie von t3n.de, die sich auf die New York Times beziehen, berichtet wird, sind Facebooknutzer, welche die Browser Google Chrome und Firefox nutzen, zurzeit Ziel eines Trojaners. 

Wenn man das hier sieht, ist's zu spät! (c)t3n.de via CC-BY-SA


Der Computer-Virus gaukelt den Nutzern vor, dass ein Facebook-Freund sie in einem Video markiert hätte. Dann werden sie über einen externen Link auf eine Website weitergeleitet. Dort soll ein Plugin runtergeladen werden, um sich das Video ansehen zu können. Im vermeintlichen Plugin-Download versteckt sich der Virus.

Angeblich sollen bereits über 800.000 Facebook-Nutzer davon betroffen sein. Mein Tipp: Gesunden Menschenverstand einschalten, nachdenken und nicht alles runterladen, was einem vor die Maus läuft.

Infos: t3n.de

Sonntag, 18. August 2013

NSA und der PRISM-Skandal: Nö, ist nicht bedrohlich (Parodie-Video)

Gerade entdeckte ich dieses Video des Comedy-Künstlers Ralph Ruthe, welches sich PRISM und Tempora widmet. Mit einem Augenzwinkern nimmt es die aktuelle Debatte gekonnt auf die Schippe.



Schaut euch doch auch ein paar andere von Ruthes Videos an. Die sind wirklich gut gemacht! Und nein, ich bekomme keine Prämie dafür. ;)

Donnerstag, 15. August 2013

Deutsche Statistik: XING auf der Überholspur

Statista, das bekannte Statistikportal, hat mal wieder interessante Zahlen veröffentlicht: Demnach ist das deutsche Businessnetzwerk XING im Juli 2013 auf Platz Eins der meistgenutzten deutschen Netzwerke aufgestiegen. Der Traffic (also die einzelnen Seitenzugriffe) stieg von 25 Millionen im Juli 2013 auf 28,4 Milionen.
Das ist für ein deutsches Netzwerk kein allzu schlechtes Ergebnis, wähnt man sich nach dem Tod von studiVZ und Co. ja bereits seit Monaten nur noch von US-amerikanischen Unternehmen umzingelt.

XING erstmals stärkstes deutsches Netzwerke nach Traffic der deutschen sozialen Netzwerke. (c)statista.de


Damit lässt XING erstmals wer-kennt-wen hinter sich, das bis dato dominierte. Das bedeutet für den normalen User lediglich, dass die Aktien des TecDax-Unternehmens vermutlich leicht steigen.
In der Realität steht noch der große Kampf aus: XING vs. LinkedIn. International ist LinkedIn auf dem Vormarsch. In Deutschland hingegen dominiert noch XING. Beide Netzwerke haben dieselbe Zielgruppe und XING ist in Dutzenden Sprachen auch international verfügbar. Hier dürften sich noch interessante Konkurrenz- und Grabenkämpfe ergeben.

Donnerstag, 11. Juli 2013

[Infografik] Wie lesen wir Briefe und wie kann man das nutzen

Man kann wissenschaftlich analysieren, wie wir Briefe lesen. Das unterscheidet sich zwischen Briefe und Dateien kaum. Folgendes Muster haben Wissenschaftler erkannt:

Wir lesen Briefe (und auch digitale Dokumente) auf eine bestimmte Weise. (c)commons.wikimedia.org


Demnach lesen wir kurz den Briefkopf, dann den letzten Absatz, Signatur und den Brieffuß; erfassen also zunächst die Grenzen des Dokuments. Dann erst springen wir zum eigentlichen Haupttext.
Was können wir hieraus lernen?

  • analoge Briefe: Ansprechender Briefkopf, mit deutlicher Betreffzeile und freundlicher, wohlgeformter Schlussformel. Am besten einen letzten kurzen Absatz formulieren, der deutlich das sagt, was man will.
  • digitale Dokumente: Ansprechender Header und ein deutlicher, aber wohlformulierter Call-to-Action.
Bei Fragen und Unklarheiten könnt ihr euch gern an mich wenden!









Donnerstag, 4. Juli 2013

Schafft sich Facebook einen RSS-Reader an?

Mit der digitalen Beerdigung des Google Readers vor ein paar Tagen und kleineren Diensten wie Feedly oder The Old Reader gibt es zurzeit keinen Giganten im Bereich RSS. Hier vermuten einige Unternehmen, dass Facebook diese Lücke ausfüllen könnte. 

Das wäre keine blöde Idee. Seit dem Börsengang muss Facebook Profit machen. Das bedeutet: seine Nutzer möglichst lange online binden. Das wiederum bedeutet: Tolle Angebote schaffen.
Das klappt einmal über Apps und Spiele, über große Communitys wie Facebook wirklich eine ist (1+ Milliarde Nutzer weltweit, davon fast 40 Millionen in Deutschland). Aber vor allem könnte dies klappen, wenn Facebook zum Portal wird. Reader ermöglichen das Bündeln von Newsinhalten auf eine einzige Plattform. Zudem hat Facebook mit der Einführung von Hashtags bereits einen Schritt in Richtung Nachrichtenaggregation getan. 

Gibt es bald den Facebook-Reader? Was denkt ihr?