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Montag, 9. Juni 2014

Code.org - Bill Gates, Mark Zuckerberg und will.i.am wollen dich coden sehen

Bekannte Unternehmen und Persönlichkeiten der Computer-Branche wollen Kindern beibringen, zu programmieren. In Schulen wird zu selten Programmiersprache und Quellcode gelehrt. Das will code.org ändern:



Unterstützer der Aktion sind unter anderem Bill Gates (Gründer von Microsoft), Mark Zuckerberg (Gründer von Facebook), Jack Dorsey (Gründer von Twitter), Chris Bosh (NBA-Basketballstar), Ashton Kutcher (Schauspieler), Bill Clinton (ehem. US-Präsident), Al Gore (ehem. Vizepräsident),  sowie die CEOs und leitenden Angestellten von Unternehmen wie Valve, Dropbox, Microsoft, Amazon, Google oder Hewlett-Packard.

Meine Unterstützung findet die Aktion auch. Texte waren immer wichtig und werden es sein. Wir leben in einer computerisierten Gesellschaft und wir sind darauf angewiesen, das Innenleben eines Computers und seine Software zu verstehen. Es ist in unserer Zeit genauso wichtig, eine Programmiersprache zu beherrschen wie eine normale Fremdsprache zu lernen!

Aus diesem Grund gebe ich auch Seminare, denn ich will Leuten beibringen, wie sie einen Computer und seine Programme verwenden.

Freitag, 30. Mai 2014

Schrift|Architekt: Von fraktalen Fonts, serifen Schriften und dem Grotesken

Ein Font ist nicht die Grundlage einer Suppe, denn das wäre ein Fond. Dennoch gibt es heute einen Grundlagenartikel, der sich mit soliden und grundständigen Sachen beschäftigt und meiner selbstgewählten Berufsbezeichnung Schrift-Architekt endlich einmal gerecht wird: Schriftgruppen, Fonts und Grapheme.

Etwas Fachvokabular zum Angeben

Zunächst ein kleiner Ausflug in die Linguistik: Jede Wissenschaft hat ihren Fachwortschatz, so auch die Linguisten. In der gesprochenen Sprache dreht sich alles um Phone und Phoneme. In der geschrieben Sprache sind dies Graph und Graphem.

Graph: kleinste analysierbare Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: ein Zeichen (in anderen Sprachkulturen wie der chinesischen die kleinsten Sinneinheiten des Schriftsystems)
Graphem: kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: auch ein Buchstabe

Hier wird's kniffelig. Das Graphem <s> kann durch die Graphen <S>, <s> oder <ß> ausgedrückt werden. Die Graphen sind die reinen Zeichen in einer geschriebenen Sprache. Diese Zeichen müssen nicht immer Sinn ergeben. Wir haben auch Graphe wie <%>, <&>, <§> oder <ß>

Schriftgruppen

Grundsätzlich lassen sich fünf verschiedene Hauptgruppen unterscheiden:
1. Fraktur
2. Antiqua/Serif
3. Grotesk
4. Schreibschriften
5. Novelty-Varianten

Kontraste werden erzielt bei der Verwendung von Schriften unterschiedlicher Schriftgruppen. Alle Schriften setzen sich aus dem Font zusammen, d.h. der Gesamtheit aller Buchstaben des Alphabets, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Fantastische Fonts: Mit kleinen Tricks das Schriftbild verbessern [Infografik]

Microsoft Word besteht nicht nur aus Arial und Times New Roman. Mit einigen kleinen Tricks kann man die vorhandenen Schrifttypen nutzen, um typografische Meisterwerke zu vollbringen.

Hier ein paar gute Tipps:

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Urteil vom AG Köln: AGB dürfen nicht kopiert werden!

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden einmal mehr von der deutschen Gerichtsbarkeit bestätigt. Im Urteil vom 8. August 2013 (Az. 137 C 568/12) hat das Amtsgericht Köln erneut befunden, dass es nicht zulässig ist, die AGB anderer Unternehmen für eigene Zwecke zu kopieren oder zu verwenden.

Mein Kommentar:

Die AGB (die Schreibweise AGBs in jeglicher Variante ist falsch, Anm.) sind geistiges Eigentum. Sie sind die Netikette für eine Website, ein Forum oder eine andere digitale Präsenz und sind für genau diese Präsenz geschrieben worden. Es ist einerseits sinnlos, sowas für eine andere Seite anwenden zu wollen und zum anderen, wie erneut bestätigt, auch rechtswidrig.
Ich kann natürlich den Drang verstehen, einfach Copy & Paste zu betreiben. Das spart enorm viel Zeit, aber warum kopieren? Es gibt sogar AGB-Generatoren online, die genutzt werden dürfen.


Lieber ein paar Stunden hinsetzen und etwas schreiben anstatt Abmahnungen zu riskieren, unnötig lange Prozesse und Anwaltskosten, die ein Vielfaches dessen darstellen, was man für die AGB aufgewandt hat. Natürlich kann man sich inhaltlich inspirieren lassen, aber das ist das Stichwort: Inspirieren!

Falls jemand Hilfe braucht, biete ich demnächst übrigens einen eigenen Kurs zum Onlinerecht an. Ich informiere euch zeitnah! :)

Montag, 7. Oktober 2013

Bin ich ein Textdesigner?

Meine ersten Visitenkarten.
Seit einiger Zeit geht mir diese Bezeichnung nicht mehr aus den Gedanken, über die ich zufälligerweise bei einer Netzrecherche stieß. Sie umschreibt meine Tätigkeit eigentlich hervorragend. Schrift-Architekt. Textdesign, Seminare, Übersetzungen. Etwas in der Gestalt.

Was haltet ihr von dieser Bezeichnung? Ominös und gleichzeitig ein nebeliges Bild vermittelnd, was man so anstellt. Bedeutet das, ich muss meine Visitenkarten neu drucken? 

Oder sollte ich mir weniger Gedanken um dergleichen machen, da Namen am Ende auch nur Schall und Rauch sind. Was meint Ihr? Kommentiert bitte - Feedback erwünscht!

Donnerstag, 5. September 2013

Das neue Leistungsschutzrecht in Deutschland - und was das bedeutet

Das Reichstagsgebäude bei Nacht.
(c)commons.wikimedia.org
Viel Gutes konnte hieraus nicht entstehen, doch jetzt ist es verabschiedet: Das umständlich fomulierte Gesetz über das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (siehe hier). 
Seit dem 1. August 2013 in Kraft bedeutet es einen tiefen Einschnitt in die freie Berichterstattung. Im Vorfeld hatten Unternehmen wie Google eigene Kampagnen gestartet, um die Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. Doch das grandiose Scheitern solcher Vorhaben trotz großer Rückhalte in der Netzgemeinde ist nicht einmal das Schlimmste. 

Dieses neue Gesetz ist derart löchrig und unschlüssig formuliert, dass die Bundesregierung selbst die ersten Klagen und Gerichtsverhandlungen abwartet, die Klarheiten bringen sollen, was denn nun eigentlich noch erlaubt ist.

Im Kern besagt das neue Leistungsschutzrecht konkret, dass man beispielsweise aus dem Buch eines Autors so viel zitieren darf, wie man will, so lange man angibt, woher die Quelle stammt. Das gilt für den Printbereich und betrifft sowohl Zeitungen als auch Nachrichtenportale. 
Im Internet verhält es sich grundlegend anders! Dort dürfte man aus ebenjener Quelle nicht zitieren - selbst wenn es derselbe Text, den man woanders gemeinfrei finden würde. Die Zeitung dürfte dem Betreffenden dann eine Rechnung schreiben - oder ihn rundherum verklagen wegen Diebstahl geistigen Eigentums.

Google war einer der großen Gegner dieses Gesetzes, doch seine Petition half nichts. Das Unternehmen schrieb kurz vor Inkraftreten deswegen die großen deutschen Verlagshäuser an und teilte mit, dass man gemäß des Gesetzes alle Nachrichtenstreams entfernen werde, falls man nicht eine kostenlose freiwillige Nuzung durch Google erlaube. Die Unternehmen willigten sämlichst ein.
Somit müssen viele kleine News-Aggregatoren dicht machen und der Platzhirsch Google hat seine Marktposition sogar noch stärken können. Das war nicht im Sinne der Erfinder.

Was meint ihr zu dieser neuen Rechtssituation, wie sie von der aktuellen Bundesregierung verabschiedet wurde?

Donnerstag, 11. Juli 2013

[Infografik] Wie lesen wir Briefe und wie kann man das nutzen

Man kann wissenschaftlich analysieren, wie wir Briefe lesen. Das unterscheidet sich zwischen Briefe und Dateien kaum. Folgendes Muster haben Wissenschaftler erkannt:

Wir lesen Briefe (und auch digitale Dokumente) auf eine bestimmte Weise. (c)commons.wikimedia.org


Demnach lesen wir kurz den Briefkopf, dann den letzten Absatz, Signatur und den Brieffuß; erfassen also zunächst die Grenzen des Dokuments. Dann erst springen wir zum eigentlichen Haupttext.
Was können wir hieraus lernen?

  • analoge Briefe: Ansprechender Briefkopf, mit deutlicher Betreffzeile und freundlicher, wohlgeformter Schlussformel. Am besten einen letzten kurzen Absatz formulieren, der deutlich das sagt, was man will.
  • digitale Dokumente: Ansprechender Header und ein deutlicher, aber wohlformulierter Call-to-Action.
Bei Fragen und Unklarheiten könnt ihr euch gern an mich wenden!









Montag, 6. Mai 2013

Gruenderszene.de: Nicht nur ein bisschen


Man spricht über vieles - am liebsten über sich.
Normalerweise zitiere ich nur wenig, denn der Unique Content ist beim Bloggen eine wichtige Sache. Doch dieser Artikel bei Gruenderszene.de spricht mir aus meiner Seele, dass ich nicht umhin komme, ihn direkt und fast in Gänze zu zitieren.
Also hier die Anmerkung: Der folgende Text wurde übernommen. Für das Original einfach bei Gruenderszene.de klicken:

99% aller Business-Präsentationen fangen so an: “Bevor ich anfange, möchte ich ein bisschen was zu unserem Unternehmen sagen.” Doch was hat das “ein bisschen” da verloren? Die eigene Firma ist Leidenschaft, Leben, Zukunft. Warum würde man nur ein bisschen darüber reden wollen?
Botschaftsreduzierer wie “ein bisschen” durchlöchern das tägliche Vokabular, inklusive Business-Jargon, wie Schweizer Käse. Das schlimme ist: Mit jedem Botschaftreduzierer wird die Kommunikation saft- und kraftloser.

Jedes Wort zählt

Jedes Wort zählt in der Kommunikation. In einer renommierten europäischen Wirtschaftszeitung war vor einigen Monaten zu lesen: Europäisches Bruttosozialprodukt steigt nur um 0,2%. Man stelle sich die gleiche Überschrift ohne das Wort “nur” vor. Die Reaktionen wären: Wow! Wachstum in der größten Finanzkrise aller Zeiten – ausgezeichnet! Und jetzt mit dem Wort “nur”. Oh Mann, was für Loser!
Dass Zeitungen solche Botschaftsreduzierer absichtlich setzen, um die Auflage zu steigern, liegt auf der Hand. Positive Nachrichten verkaufen sich nicht so gut. In der freien Rede vor Menschen, die wir für unser Produkt begeistern wollen, in unserer täglichen Kommunikation mit unseren Stakeholdern, wollen wir und müssen wir genau den gegensätzlichen Effekt erzielen: kraftvolle, positive, erfolgsorientierte Kommunikation.

Über Bord mit den Dingern

Eine Herausforderung, denn das tägliche Jargon ist regelrecht durchsetzt von Botschaftsreduzierern:
Ein bisschen, klein, wenig, kurz, einfach, nur, schnell, hoffentlich, möglicherweise, wahrscheinlich, potenziell, eigentlich, vielleicht, quasi, könnte, sollte, würde, denken, glauben, vermuten, versuchen, wollen, ziemlich, …
Die Liste geht weiter und weiter und weiter. Wenn es darum geht, sich selber und die Botschaft kleiner zu machen, sind viele Weltmeister. Sich selber aufzublasen und grösser zu machen, als man ist, das würde zu Recht als arrogant wahrgenommen werden. Aber es besteht auch überhaupt kein Grund dafür, sich kleiner zu machen.

Weniger Reduktion, mehr Enthusiasmus

Mit marginalen Umformulierungen werden aus lahmen Enten in der Kommunikation zielstrebige Seeadler:
  • Von “Wir versuchen, unser Ziel zu erreichen.” zu “Wir werden unser Ziel erreichen.”
  • Von “Ich glaube, Du kannst das.” zu “Ich weiß, Du kannst das.”
  • Von “Es ist nur eine Initiative.” zu “Es ist eine fantastische Initiative.”
  • Von “Wir sollten aggressiver in Marketing und Sales werden.” zu “Lasst uns aggressiver werden in Marketing und Sales.”
  • Von “Ich werde heute ein bisschen über unsere Firma sprechen.” zu “Ich werde heute einige aufregende Facetten unserer Firma mit Euch teilen.”

Mittwoch, 20. März 2013

Facebook-Newsfeed: Redesign, größere Bilder und Videos, prominentere Einbindung von Drittanbietern

Nachdem bei Google+ eher überraschend ein neues Profildesign Einzug gehalten hat, kündigte Facebook vor einiger Zeit ebenso an, den Newsfeed überarbeiten zu wollen. Das Facebook-Entwicklerteam hat dies in einem Video kommentiert und präsentiert dabei die neuen Features gleich in animierter Form:


Ich sehe hier die Folgen der Instagram-Übernahme vom letzten Jahr, denn der neue Newsfeed wird viel optischer gestaltet als früher. Größere Bilder und Vorschauoptionen sollen laut Facebook mehr Interaktion bringen. Doch nicht nur die eigenen Videos, Texte und Bilder werden prominenter platziert, sondern auch die Applikationen und Plugins von Drittanbietern wie Pinterest oder Tumblr werden nicht vernachlässigt oder wie bei Twitter und Google+ einfach ausgesperrt, sondern sollen besser eingebunden werden.
Ebenso plant Facebook, größere Bildeinbindungen zu ermöglichen, sowohl was Timelinefotos angeht als auch die Cover.

(Quelle: allfacebook.de)

Montag, 4. März 2013

Schrei(b)blockade: "I think Comic Sans always screams fun!"

Ich glaube, Comic Sans ist alles AUSSER Professionalität.
Ein gut gemeinter Ratschlag, nur ein kleiner Tipp für diejenigen, die immer noch Comic Sans Serif verwenden und glauben, damit ernst genommen zu werden:

Ich hatte letzte Woche Kontakt zu einer namentlich nicht genannten Universität aufgenommen, um ein paar Recherchen anzustellen. Nach einigen Tagen reagierte die zentrale Beratungsstelle und schrieb mir zurück. In einer blauen Comic-Sans-Schrift!

Wenn man ein achtjähriges Mädchen ist, das Gedichte über Einhörner schreibt, ist Comic Sans ja noch in Ordnung, aber wenn man eine große Universität mit einem guten und professionellen Ruf ist, macht es die Sahce schwierig, diesen mit solchen Mitarbeiter zu wahren.

Comic Sans is never an acceptable font.
Unless you are an 8 year old girl writing a poem about unicorns.



Anmerkung: Ein guter Freund und Grafikdesigner meinte übrigens, dass Comic Sans früher völlig okay war. Denn zum Beginn des Internets konnten grafisch komplexe Schrifttypen noch nicht verarbeitet werden, weswegen Comic Sans eine gute Alternative darstellte. Erst als der Schrifttyp überhand nahm und zu viele zu inkompetente Leute ihn zu nutzen begannen, wurde die Sache kriminell.

Übrigens habe ich obenstehendes Bild (falls mir jemand die Originalquelle nennen kann, wäre ich verbunden) bei Facebook gepostet und bekam ziemlich starkes Feedback mit ähnlichen Meinungen. Das bringt mich zur Frage:
Wie steht ihr zu Comic Sans? Absolutes No-Go? Oder hier und dort immer noch akzeptabel und völlig okay?