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Donnerstag, 4. Juli 2013

Schafft sich Facebook einen RSS-Reader an?

Mit der digitalen Beerdigung des Google Readers vor ein paar Tagen und kleineren Diensten wie Feedly oder The Old Reader gibt es zurzeit keinen Giganten im Bereich RSS. Hier vermuten einige Unternehmen, dass Facebook diese Lücke ausfüllen könnte. 

Das wäre keine blöde Idee. Seit dem Börsengang muss Facebook Profit machen. Das bedeutet: seine Nutzer möglichst lange online binden. Das wiederum bedeutet: Tolle Angebote schaffen.
Das klappt einmal über Apps und Spiele, über große Communitys wie Facebook wirklich eine ist (1+ Milliarde Nutzer weltweit, davon fast 40 Millionen in Deutschland). Aber vor allem könnte dies klappen, wenn Facebook zum Portal wird. Reader ermöglichen das Bündeln von Newsinhalten auf eine einzige Plattform. Zudem hat Facebook mit der Einführung von Hashtags bereits einen Schritt in Richtung Nachrichtenaggregation getan. 

Gibt es bald den Facebook-Reader? Was denkt ihr?

Sonntag, 30. Juni 2013

Nachruf: Google Reader (*01.10.2005, †01.07.2013)

Immerhin fast acht Jahre wurde Googles Reader alt. Für Software ist das eine stolze Zahl. Doch in dieser Nacht ist es soweit: Die Server werden abgestellt und die Hyperlinks gekappt. Google Reader existiert nicht mehr.

Eine kurze Schweigeminute für diesen Dienst, der den Aufstieg des Internets zur Allgegenwärtigkeit begleitet und viele Menschen geprägt hat.


Demnächst möchte ich euch mein erstes Feedback zum geistigen Nacholger, Feedly, vorstellen. Interesse?

Dienstag, 21. Mai 2013

Google Reader: Welche Alternative empfehlenswert?

Inmitten von Neuheiten wie dem geplantem Redesign von Google Maps oder weiteren Updates für Google+ (siehe hier) geht es fast unter, aber es sind nur noch knapp anderthalb Monate, bis Google Reader komplett eingestellt wird.

Vor einiger Zeit hatte ich euch bereits Alternativen zum Google Reader aufgezeigt. Hier nun meine persönliche Empfehlung nach einigen Wochen des Testens: 

Feedly. Feed your mind.

Feedly bietet eine hervorragende Alternative zum Google Reader:
  • Feedly ermöglicht einen nahtlosen Übergang von Google und verspricht nicht nur eine ähnliche Benutzeroberfläche, sondern realisiert sie auch.
  • Über 3 Millionene ehemalige Nutzer sind lt. Feedly in den letzten Monaten exklusiv hinzugekommen.
  • Feedly richtet sich speziell an Google-Reader-Nomaden und spricht diese an, beschäftigt sich also mit deren Benutzererfahrungen.
Bislang gibt es Feedly zwar nicht browserexklusiv für Browser sondern bspw. nur per Add-On für Firefox, im App Store oder bei Google Play, aber Feedly führt zurzeit Umfragen durch, wie die Nutzer die Zukunft ihres Readers gestaltet sehen wollen.

Freitag, 17. Mai 2013

Yahoo will Tumblr kaufen!

Marissa Mayer (c)commons.wikimedia
Marissa Mayer sagt vielen innerhalb der Netzkultur etwas. Die schöne Frau war viele Jahre nicht nur das öffentliche Gesicht von Google, sondern auch dessen Vizepräsidentin. Seit 2012 ist die zur Chefin des einstigen Giganten Yahoo aufgestiegen und krempelt dort seit einiger Zeit alles um.

Jetzt gerade geistert die Meldung durch den Äther, dass Yahoo seinen Blick auf das Start-Up Tumblr (Eigenschreibweise "tumblr.") geworfen hat. Hiermit will sich Yahoo eine jüngere Zielgruppe sichern, die es nach eigenen Angaben selbst nicht mehr besitzt. 

Doch was ist Tumblr? Das soziale Netzwerk ist ein Microbloggingdienst (wie Twitter), baut vor allem auf Bildern und Animationen auf (wie Pinterest) und hat eine rege Beteiligung an Diskussionen und Output (wie Facebook). Somit stellt es eine Kombination dreier bekannter Netzwerke dar. Schonmal nicht schlecht.
Einzigartig macht Tumblr momentan, dass sich jeder Nutzer ein eigenes Theme für seine Seite aussuchen kann, wie am Beispiel meines Tumblr-Blogs ersichtlich. Diese Ähnlichkeit zum alten MySpace half besagtem Netzwerk zu seiner Zeit zwar nicht, aber der Vorteil Tumblrs ist, dass man einen Tumblr-Blog abonnieren kann und die Beiträge dieses Nutzers dann einheitlich im Dashboard der eigenen Seite angezeigt bekommt.

tumblr. - bringt alles durcheinander


Tumblr bietet also einiges Potenzial, das Yahoo nutzen kann. Marissa Mayer wäre auch nicht die Frau, die sie ist, würde sie keine Potenziale erkennen. Eine Übernahme des Microbloggingdienstes durch Yahoo (wie seinerzeit YouTube durch Google oder Instagram durch Facebook) scheint also auch nur eine Frage der Zeit.
Damit hätte Tumblr vielleicht auch sein Finanzierungsproblem gelöst, denn seit mehreren Jahren bereits sucht das Start-Up nach einem Plan, das Netzwerk auf betriebswirtschaftliche Füße zu stellen.

Freitag, 15. März 2013

Google Reader schließt: Die besten Alternativen gibt es hier

Google Reader - bald nicht mehr.
Wie gestern bekannt wurde, wird Google seinen Feedreader zum 1. Juli 2013 dichtmachen. Die ersten Reaktionen waren - erwartungsgemäß - sehr negativ ausgefallen. Da nehme ich mich selbst auch gar nicht aus, denn ich nutze seit Jahren viele der Google-Produkte (neben dem Reader auch Gmail, Blogger, iGoogle, den Kalender usw.). 
Dass Google hier immer mehr einspart und auf seinen Browser Chrome und sein Netzwerk Google+ pocht, ist bedauerlich, aber aus Sicht des Unternehmens durchaus sinnvoll. Inzwischen gibt es bereits Petitionen zum Erhalt von Google Reader.

Doch was machen wir, die wir den Reader immer genutzt haben, wenn er abgestellt wird? Alternativen suchen am weiten Horizont. Hier sind die populärsten:
  1. Feedly.com - eine gute Alternative. Eine App für die meisten Browser (Chrome, Safari, Firefox) und mobilen Betriebssysteme (iOS, Android). Das Design ist sehr ansprechend im Zeitungsstil gehalten und nach der Installierung der App über eine direkte Google-Anmeldung werden alle Feeddaten direkt imporiert. Auch hat Feedly angekündigt, dass man die Google-Reader-Nutzer nicht im Regen stehen lassen wolle.
    Ich nutze diesen Reader im Moment auch testweise und bin bislang ganz angetan. 
  2. TheOldReader.com - Dem Google Reader sehr ähnlich vor dem letzten Redesign. Für alle Nostalgiker eine tolle Sache. 
  3. FeedDemon.com - synchronisiert momentan noch Google Reader, aber wird künftig auch die Feeds importieren müssen
  4. NetVibes.com - ein sehr populärer Feedreader, mit einem ähnlichen Nutzerinterface, wie man es vom Google Reader kennt.
  5. NewsBlur.com - im Grunde ein aufgemotzter Google Reader. Man muss zwar ein Konto erstellen, , aber dafür gibt es u.a. Apps für Android und iOS. Zurzeit scheint der Dienst keine neuen Nutzer zuzulassen, was aber vermutlich in Vorbereitung für die Zeit dient, wenn Google Reader offline geht.
  6. Weitere - falls Ihr gute kennt, kommentiert unten!