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Montag, 14. Juli 2014

Kreatives Marketing: Air New Zealand wird wegen sexistischer Clips kritisiert - berechtigt?

Protest gegen die neueste Werbekampagne von Air New Zealand hat sich formiert. In diesen Videos treten Bikini tragende Models auf, welche die Fluggäste über die Sicherheitshinweise informieren.

Ist das nun schlimm? Viele sahen es so und die Fluggesellschaft wurde mit Petitionen und wütenden E-Mails konfrontiert. Inzwischen wird das Video nicht mehr auf Flügen gezeigt, was laut Gesellschaft aber an der üblichen Rotation der Videos liegen soll. Die Frist wurde einfach erreicht.


Mein Kommentar

Natürlich kann Marketing schief gehen. Viele haben sich durch die halbnackten Bikini-Schönheiten angewidert gefühlt. Da es ein Sicherheitshinweis war, konnten sie dem auch nicht entgehen.

Ich bewundere allerdings, dass sich Air New Zealand solche Mühe mit seinen Videos macht. Vor einigen Jahren gab es bspw. Sicherheitshinweise mit Figuren und Darstellern aus den Hobbit-Filmen. Das war eine echter Erfolg!


Damit will ich die Gesellschaft nicht in Schutz nehmen. Aber ungewöhnliches und kreatives Marketing kann mal funktionieren und mal nicht.


Freitag, 30. Mai 2014

Schrift|Architekt: Von fraktalen Fonts, serifen Schriften und dem Grotesken

Ein Font ist nicht die Grundlage einer Suppe, denn das wäre ein Fond. Dennoch gibt es heute einen Grundlagenartikel, der sich mit soliden und grundständigen Sachen beschäftigt und meiner selbstgewählten Berufsbezeichnung Schrift-Architekt endlich einmal gerecht wird: Schriftgruppen, Fonts und Grapheme.

Etwas Fachvokabular zum Angeben

Zunächst ein kleiner Ausflug in die Linguistik: Jede Wissenschaft hat ihren Fachwortschatz, so auch die Linguisten. In der gesprochenen Sprache dreht sich alles um Phone und Phoneme. In der geschrieben Sprache sind dies Graph und Graphem.

Graph: kleinste analysierbare Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: ein Zeichen (in anderen Sprachkulturen wie der chinesischen die kleinsten Sinneinheiten des Schriftsystems)
Graphem: kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der geschriebenen Sprache, bei uns: auch ein Buchstabe

Hier wird's kniffelig. Das Graphem <s> kann durch die Graphen <S>, <s> oder <ß> ausgedrückt werden. Die Graphen sind die reinen Zeichen in einer geschriebenen Sprache. Diese Zeichen müssen nicht immer Sinn ergeben. Wir haben auch Graphe wie <%>, <&>, <§> oder <ß>

Schriftgruppen

Grundsätzlich lassen sich fünf verschiedene Hauptgruppen unterscheiden:
1. Fraktur
2. Antiqua/Serif
3. Grotesk
4. Schreibschriften
5. Novelty-Varianten

Kontraste werden erzielt bei der Verwendung von Schriften unterschiedlicher Schriftgruppen. Alle Schriften setzen sich aus dem Font zusammen, d.h. der Gesamtheit aller Buchstaben des Alphabets, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen.

Montag, 14. Oktober 2013

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte urteilt: Portalbetreiber sind für Kommentare ihrer Nutzer verantwortlich

Der EGMR in Straßburg. (c)CherryX/commons.wikimedia.org
Es geht zwar vorrangig um beleidigende Inhalte, aber der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem Urteil weitgehend einem Gericht in Estland zugestimmt.
Dieses hatte in einem konkreten Fall entschieden, dass ein Website-Betreiber die Kommentar-Inhalte seiner Nutzer ggf. mitzuverantworten hat, wenn diese grob beleidigend sind.

Demnach ist ein Portal nicht nur ein passiver Betreiber. Bei den Kommentaren und Inhalten dürfe man sich auch nicht auf das Recht der freien Meinungsäußerung verlassen, wenn ebenjene Kommentare grob verletzend und im angesprochenen Fall auch drohenden Charakters seien.
Inwieweit dieses Urteil sich auf die deutsche Rechtssprechung auswirken wird, ist momentan noch unklar.

Mein Kommentar

Als Site-Betreiber sollte man generell eine Netikette aufstellen und darauf achten, was so alles kommentiert wird. 
Und: Viel Spaß bei YouTube-Kommentaren!

Montag, 16. September 2013

Facebook: Erstmals offizielle Nutzerdaten für Deutschland

Wie allfacebook.de meldet, hat sich Facebook Deutschland zum ersten Mal offiziell mit Nutzerzahlen für Deutschland gemeldet, die hier in einer übersichtlichen Infografik zusammengefasst sind:

Reichweite auf Facebook für den deutschen Raum
Besonders die eingebauten Vergleiche sind sehr schön gemacht. Mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland besuchen Facebook mindestens einmal im Monat - das ist mehr als die Hälfte aller deutschen Internetnutzer. Von den Smartphonenutzern besuchen monatlich über 19 Millionen Facebook - was 65 Prozent der deutschen Smatphonenutzer bedeutet.

Sonntag, 18. August 2013

NSA und der PRISM-Skandal: Nö, ist nicht bedrohlich (Parodie-Video)

Gerade entdeckte ich dieses Video des Comedy-Künstlers Ralph Ruthe, welches sich PRISM und Tempora widmet. Mit einem Augenzwinkern nimmt es die aktuelle Debatte gekonnt auf die Schippe.



Schaut euch doch auch ein paar andere von Ruthes Videos an. Die sind wirklich gut gemacht! Und nein, ich bekomme keine Prämie dafür. ;)

Donnerstag, 11. Juli 2013

[Infografik] Wie lesen wir Briefe und wie kann man das nutzen

Man kann wissenschaftlich analysieren, wie wir Briefe lesen. Das unterscheidet sich zwischen Briefe und Dateien kaum. Folgendes Muster haben Wissenschaftler erkannt:

Wir lesen Briefe (und auch digitale Dokumente) auf eine bestimmte Weise. (c)commons.wikimedia.org


Demnach lesen wir kurz den Briefkopf, dann den letzten Absatz, Signatur und den Brieffuß; erfassen also zunächst die Grenzen des Dokuments. Dann erst springen wir zum eigentlichen Haupttext.
Was können wir hieraus lernen?

  • analoge Briefe: Ansprechender Briefkopf, mit deutlicher Betreffzeile und freundlicher, wohlgeformter Schlussformel. Am besten einen letzten kurzen Absatz formulieren, der deutlich das sagt, was man will.
  • digitale Dokumente: Ansprechender Header und ein deutlicher, aber wohlformulierter Call-to-Action.
Bei Fragen und Unklarheiten könnt ihr euch gern an mich wenden!









Sonntag, 30. Juni 2013

Nachruf: Google Reader (*01.10.2005, †01.07.2013)

Immerhin fast acht Jahre wurde Googles Reader alt. Für Software ist das eine stolze Zahl. Doch in dieser Nacht ist es soweit: Die Server werden abgestellt und die Hyperlinks gekappt. Google Reader existiert nicht mehr.

Eine kurze Schweigeminute für diesen Dienst, der den Aufstieg des Internets zur Allgegenwärtigkeit begleitet und viele Menschen geprägt hat.


Demnächst möchte ich euch mein erstes Feedback zum geistigen Nacholger, Feedly, vorstellen. Interesse?

Freitag, 24. Mai 2013

Statista: Tumblr überrascht mit Nutzerzahlen

Das Statistikportal Statista.de hat vor kurzem mit einigen interessanten Zahlen überrascht, was die Social-Media-Nutzung in Deutschland angeht. Besonders interessant ist dabei, dass Tumblr mehr Nutzer generiert als Twitter:

Google+ holt auf, Twitter schmiert ab und von Pinterest ist noch nichts zu sehen.
Überraschend ist, dass das russische Netzwerk Odnoklassniki zusammen mit Styfriends und Ask.fm so weit vorn zu finden ist. Netzwerke wie Pinterest müssen noch an ihrer Außenwirkung arbeiten.

Mein persönlicher Überraschungsliebling ist hier Tumblr, das mit über 3,5 Millionen deutschen Nutzern weit vorn zu sehen ist. Ich bin beeindruckt!

Montag, 6. Mai 2013

Gruenderszene.de: Nicht nur ein bisschen


Man spricht über vieles - am liebsten über sich.
Normalerweise zitiere ich nur wenig, denn der Unique Content ist beim Bloggen eine wichtige Sache. Doch dieser Artikel bei Gruenderszene.de spricht mir aus meiner Seele, dass ich nicht umhin komme, ihn direkt und fast in Gänze zu zitieren.
Also hier die Anmerkung: Der folgende Text wurde übernommen. Für das Original einfach bei Gruenderszene.de klicken:

99% aller Business-Präsentationen fangen so an: “Bevor ich anfange, möchte ich ein bisschen was zu unserem Unternehmen sagen.” Doch was hat das “ein bisschen” da verloren? Die eigene Firma ist Leidenschaft, Leben, Zukunft. Warum würde man nur ein bisschen darüber reden wollen?
Botschaftsreduzierer wie “ein bisschen” durchlöchern das tägliche Vokabular, inklusive Business-Jargon, wie Schweizer Käse. Das schlimme ist: Mit jedem Botschaftreduzierer wird die Kommunikation saft- und kraftloser.

Jedes Wort zählt

Jedes Wort zählt in der Kommunikation. In einer renommierten europäischen Wirtschaftszeitung war vor einigen Monaten zu lesen: Europäisches Bruttosozialprodukt steigt nur um 0,2%. Man stelle sich die gleiche Überschrift ohne das Wort “nur” vor. Die Reaktionen wären: Wow! Wachstum in der größten Finanzkrise aller Zeiten – ausgezeichnet! Und jetzt mit dem Wort “nur”. Oh Mann, was für Loser!
Dass Zeitungen solche Botschaftsreduzierer absichtlich setzen, um die Auflage zu steigern, liegt auf der Hand. Positive Nachrichten verkaufen sich nicht so gut. In der freien Rede vor Menschen, die wir für unser Produkt begeistern wollen, in unserer täglichen Kommunikation mit unseren Stakeholdern, wollen wir und müssen wir genau den gegensätzlichen Effekt erzielen: kraftvolle, positive, erfolgsorientierte Kommunikation.

Über Bord mit den Dingern

Eine Herausforderung, denn das tägliche Jargon ist regelrecht durchsetzt von Botschaftsreduzierern:
Ein bisschen, klein, wenig, kurz, einfach, nur, schnell, hoffentlich, möglicherweise, wahrscheinlich, potenziell, eigentlich, vielleicht, quasi, könnte, sollte, würde, denken, glauben, vermuten, versuchen, wollen, ziemlich, …
Die Liste geht weiter und weiter und weiter. Wenn es darum geht, sich selber und die Botschaft kleiner zu machen, sind viele Weltmeister. Sich selber aufzublasen und grösser zu machen, als man ist, das würde zu Recht als arrogant wahrgenommen werden. Aber es besteht auch überhaupt kein Grund dafür, sich kleiner zu machen.

Weniger Reduktion, mehr Enthusiasmus

Mit marginalen Umformulierungen werden aus lahmen Enten in der Kommunikation zielstrebige Seeadler:
  • Von “Wir versuchen, unser Ziel zu erreichen.” zu “Wir werden unser Ziel erreichen.”
  • Von “Ich glaube, Du kannst das.” zu “Ich weiß, Du kannst das.”
  • Von “Es ist nur eine Initiative.” zu “Es ist eine fantastische Initiative.”
  • Von “Wir sollten aggressiver in Marketing und Sales werden.” zu “Lasst uns aggressiver werden in Marketing und Sales.”
  • Von “Ich werde heute ein bisschen über unsere Firma sprechen.” zu “Ich werde heute einige aufregende Facetten unserer Firma mit Euch teilen.”

Samstag, 27. April 2013

Tradition und Lehre aus einem halben Jahrtausend soll kurzsichtig zerstört werden - Für den Erhalt der Uniklinik Halle

Ich bin Student der Geisteswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mein Institut gehört genauso zum Betrieb wie die Medizinische Fakultät es tut.


Die Universität Halle-Wittenberg blickt auf eine über 500-jährige Tradition zurück. Keine kurzsichtige Landespolitik sollte ein halbes Jahrtausend an Geschichte, Kultur und Lehre einfach so zerstören dürfen!

Zeichnet die Petition mit - und wenn ihr aus der Region kommt. Helft mit! Die Uni Halle bietet über 20.000 Studenten eine Ausbildung, ist Arbeitgeber für über 5.000 Personen und erhält allein durch ihre Existenz über 8.000 Jobs!

Weitere Infos:

Samstag, 20. April 2013

"Dumb Ways to Die": Informationsvideo der australischen Metro wird YouTube-Hit!

Ich sollte häufiger von viralen Videos berichten, sofort wenn ich sie entdecke. Denn meist vergesse ich sie dann wieder und stolpere erst Monate später wieder darüber. So auch mit "Dumb Ways To Die", einer australischen PSA (Public Service Announcement). Diese kurzen Videobeiträge der öffentlichen Anstalten sind meist kurze Hinweise auf alltägliche Begebenheiten, wie: Nicht bei Rot über die Ampel gehen, keine abgelaufenen Speisen essen oder wie hier: Vorsicht bei Zügen!

Doch die Art und Weise, wie die australische Metro das Video aufgezogen hat ist einfach einzigartig:



Kleine Cartoon-Figuren sterben a la Happy Tree Friends auf absurdeste Weisen. Was zuerst wie das Werk eines kreativen YouTubers wirkt, stellt sich am Ende als öffentlicher Hinweis der Metro heraus, der Jugendliche in der Umgebung von Zügen mehr aufpassen lassen soll.
Meine Meinung: Einfach nur süß produziert, mit einem eingehenden Rhythmus und Text und einer absolut dezent platzierten, aber deutlichen Botschaft!

Donnerstag, 18. April 2013

Alles für die Aktie: Facebook Home, Graph Search, neue Timeline

Immer den Börsenwert im Auge.
In letzter Zeit hat Facebook einige Änderungen gemacht: Graph Search, Facebook Home als Smartphone-App, eine neue bildlastigere Timeline und vor allem das Geständnis, dass man durch einen Programmierfehler vielen Fanseiten weit weniger Traffic zugestand, als sie eigentlich verdient hätten.
Facebook wird benutzerfreundlicher, vor allem wegen einer Sache: dem Börsengang.

Seit dem teilweise disaströsen Ereignis im letzten Jahr ist Facebook ein börsennotiertes Unternehmen, das vor allem seinen Anlegern Gewinn bringen soll. Deswegen muss Facebook und muss Mark Zuckerberg profitorientiert arbeiten.

Die vielen Änderungen in letzter Zeit nutzen vor allem den kleinen Fanseiten, denn nun können diese weit höhere Zugriffszahlen generieren als früher ohne ihr Werbebudget künstlich zu erhöhen. Natürlich muss man auch einen kompetenten Social-Media-Verantwortlichen haben, der sich um ebenjenen Auftritt kümmert.
Aber Facebook will attraktiver für zahlende Kundschaft werden - dazu gehören die Promoted Pages ebenso wie andere Konzepte, die nach und nach bekannt gegeben werden.

Für Nutzer und Kunden hat das vor allem den Vorteil, dass Facebook mehr bieten will, also der Kunde auch mehr für sein Geld bekommt. Noch nie war es so leicht, über Facebook mit seinen 1+ Milliarden Nutzer zu kommunizieren.
Social-Media-Marketing wird ein immer wichtigeres Instrument. Und Facebook ist hier neben Google der Platzhirsch schlechthin. Facebook wird benutzerfreundlicher - für die Aktie. Das gefällt uns - egal, aus welchen Gründen.

Dienstag, 19. März 2013

Wie bekämpfst du deine YouTube-Dämonen?

Zum Thema Trolling bei YouTube haben unter anderem Whil Wheaton und Felicia Day (zwei sehr bekannte Internet-Promis) ein paar sehr weise Worte zu verlieren.


Das trifft meine Ansicht: Lasst es nicht zu sehr an euch rangehen. Und vor allem: bleibt kreativ. Nur wenn ihr etwas erschafft, kann man euch dafür kritisieren!

Freitag, 8. März 2013

t3n: 10 Tipps für Content-Marketing

Da das t3n-Magazin die ganze Zeit auf der CeBIT weilt (ich leider nur am Samstag), können sie natürlich auch hervorragendes Material sammeln. So kam es im Impulsvortrag zum Content Marketing und in der Paneldiskuusion während der Webciety-Konferenz zu einigen wichtigen Punkten, die ich hier direkt zitieren will:
  1. Um Marken nachhaltig mit Content zu verknüpfen, bedarf es einer Zusammenarbeit von Experten aus unterschiedlichen Disziplinen.
  2. Zielgruppenrelevante Themen: was von der Zielgruppe bei Google gesucht wird, eignet sich bestens als Content.
  3. Mehrwerte entwickeln und anbieten (weiterführende Informationen, direkte Weiterleitungen zu Shopseiten).
  4. Involvierender Content: Die Nutzer/Kunden sollten mit einbezogen werden und Einfluss auf die Inhalte bekommen.
  5. Neben der Aufmerksamkeit ist vor allem die Glaubwürdigkeit der mit einer Marke verknüpften Inhalte wichtig.
  6. Reines Productplacement reicht nicht, es müssen zusätzlich zum Beispiel Emotionen geweckt werden.
  7. Die erzählte Story sollte nicht zu sehr mit Personen in Verbindung stehen, da Promis zwar sehr viel Aufmerksamkeit erzeugen können, aber durch fehlende Exklusivität wenig Glaubwürdigkeit ausstrahlen.
  8. Die Storys sollten die Sicht der Kunden berücksichtigen und sich nicht nur auf das Produkt selbst konzentrieren.
  9. Ein Corporate Blog kann ein wichtiges Medium zur Verbreitung/Bereitstellung von relevanten Inhalten sein.
  10. Content Marketing kann als Instrument eingesetzt werden, um vom Massenmarketing weg zu kommen und ein zielgruppenorientiertes Marketing zu entwickeln.
Quelle: t3n.de

Dienstag, 5. März 2013

Social Media funktioniert: Tesa-Film braucht mich!

Vor einiger Zeit ist etwas Interessantes passiert und jetzt ist endlich die Zeit, euch davon zu erzählen: Tesa hat an meine Tür geklopft. Tesa, genau. Die mit dem Tesa-Film!

Ich denke, jeder von uns kennt die Marke Tesa!

Anfang Juli 2012 ging bei meiner E-Mail-Adresse info@schrift-architekt.de eine Nachricht von tesa SE ein, in der man nach einem Partner für eine Zusammenarbeit suche. Zunächst hielt ich es nur für einen Hoax, einen schlechten Witz. Im schlimmsten Fall Spam. Tesa war mir ein Begriff, aber was wollten die bitte von mir? Das ominöse Anhängsel SE stellte sich nach einiger Recherche als Kürzel für eine Europa-AG (Societas Europaea) heraus und Tesa als legitim.


Jetzt war der Moment gekommen, um einmal tief durchzuatmen. Die bekannte Tesa-Marke wollte mit mir zusammenarbeiten! Aus Gründen des Geschäftsgeheimnisses möchte ich nicht zu detailliert hierauf eingehen, aber so viel sei veröffentlicht: Es war groß, es war mächtig, es war speziell an mich!
Infolge kam es zu einigen Kontakten, einem netten Austausch untereinander und einem guten gegenseitigen Bild voneinander. Ins Geschäft gekommen sind wir aus anderen Gründen zwar vorerst nicht, aber Tesa möchte bei passender anderer Gelegenheit dennoch gern mit mir arbeiten.

Und nun die Frage: Wie ist Tesa auf mich aufmerksam geworden? Durch Social Media! Warum? Weil Social Media funktioniert!

Etwas detaillierter habe ich mich dann aber schon erkundigt: man ist über eine Suchmaschine auf mich gestoßen. In Kombination mit den sozialen Netzwerken ergab sich für mich eine Spitzenposition bei bestimmten Suchbegriffen.

Somit wäre wieder bewiesen, dass Social Media funktioniert! Weitermachen, Leute! ;)

Montag, 4. März 2013

Schrei(b)blockade: "I think Comic Sans always screams fun!"

Ich glaube, Comic Sans ist alles AUSSER Professionalität.
Ein gut gemeinter Ratschlag, nur ein kleiner Tipp für diejenigen, die immer noch Comic Sans Serif verwenden und glauben, damit ernst genommen zu werden:

Ich hatte letzte Woche Kontakt zu einer namentlich nicht genannten Universität aufgenommen, um ein paar Recherchen anzustellen. Nach einigen Tagen reagierte die zentrale Beratungsstelle und schrieb mir zurück. In einer blauen Comic-Sans-Schrift!

Wenn man ein achtjähriges Mädchen ist, das Gedichte über Einhörner schreibt, ist Comic Sans ja noch in Ordnung, aber wenn man eine große Universität mit einem guten und professionellen Ruf ist, macht es die Sahce schwierig, diesen mit solchen Mitarbeiter zu wahren.

Comic Sans is never an acceptable font.
Unless you are an 8 year old girl writing a poem about unicorns.



Anmerkung: Ein guter Freund und Grafikdesigner meinte übrigens, dass Comic Sans früher völlig okay war. Denn zum Beginn des Internets konnten grafisch komplexe Schrifttypen noch nicht verarbeitet werden, weswegen Comic Sans eine gute Alternative darstellte. Erst als der Schrifttyp überhand nahm und zu viele zu inkompetente Leute ihn zu nutzen begannen, wurde die Sache kriminell.

Übrigens habe ich obenstehendes Bild (falls mir jemand die Originalquelle nennen kann, wäre ich verbunden) bei Facebook gepostet und bekam ziemlich starkes Feedback mit ähnlichen Meinungen. Das bringt mich zur Frage:
Wie steht ihr zu Comic Sans? Absolutes No-Go? Oder hier und dort immer noch akzeptabel und völlig okay?

Montag, 18. Februar 2013

#Aufschrei bei Amazon: Nazi-Sicherheitsfirma gefeuert

Als erste Reaktion auf die ARD-Reportage "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" hat der Online-Versandhändler Amazon angekündigt, künftig nicht mehr mit der Sicherheitsfirma H.E.S.S. zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen soll laut der Reportage zu einem größeren Teil aus rechtsradikalem Personal bestanden haben (sozusagen Nazi-Security, wenn man es so nennen möchte) bzw. Kontakte zur rechtsradikalen Szene unterhalten. Die Sicherheitsfirma bestritt dies öffentlich.

Weitere Informationen:

Freitag, 15. Februar 2013

#Aufschrei über Amazon - ARD-Doku über Leiharbeiter und Nazi-Security beim Online-Händler

Vorgestern, am 13. Februar, sendete die ARD die Reportage "Ausgliefert! Leiharbeiter bei Amazon" und hat damit ein gewaltiges Medienecho hervorgerufen. Mich hat diese Meldung zunächst nur wenig tangiert, weil leider viel anderes zu erledigen war, aber heute habe ich mir die Reportage angeschaut - und war erschüttert. 
Da ich selbst auch häufig bei Amazon einkaufe und sogar einen kleinen Shop betreibe, haben mich die Enthüllungen der Reportage sehr betroffen gemacht. Hier zunächst das Video vom YouTube-Kanal der ARD:



Die bisherigen Folgen sind ein gewaltiger (und durchaus berechtigter!) Shitstorm gegen Amazon und Beteiligte, wie das Hotel, welches die Gastarbeiter unterbringt: Seepark Kirchheim (bei Verlinkungen bitte ein "rel=nofollow" einfügen; die sollen nicht noch davon profitieren).
Die Philosophie des Hauses: "Es ist unser Anspruch, Menschen glücklich zu machen und eine Insel der Gastlichkeit im Herzen Deutschlands zu sein." 

Natürlich gibt es auch viele viele entsetzte Menschen. Doch: Etwas weniger Dramatik und etwas mehr Aktion würde ich mir wünschen. Es ist gerade erst passiert, aber lasst uns nicht alle in Schockstarre verfallen, sondern etwas tun!
Der DGB schaltet sich bereits ein und andere - gerade in Landes- und Bundespolitik - sollten gleichziehen! 


Weitere Informationen: